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Grammatik B2–C1 Datenbank: 32 starke/unregelmäßige Verben

Konjunktiv-Simulator

Konjunktiv I & II ohne Tabellen- Chaos: Entscheidungsbaum für würde + Infinitiv vs. einfache historische Form, indirekte Rede mit automatischem KOI/KII-Fallback, und ein Stammform-Generator, der zeigt, welche Form warum aus dem Präteritum abgeleitet wird.

Bei starken/unregelmäßigen Verben zeigt das Tool beide Optionen (würde + Infinitiv und einfache Form) plus eine Empfehlung.

Probier mal:

Entscheidungsbaum

Wann würde + Infinitiv, wann einfache Form?

① Ist das Verb in der Datenbank?

✓ Ja (stark/unregelmäßig) → einfache Form bevorzugt, um Verwechslung mit Präteritum zu vermeiden

② Ist die einfache Form noch gebräuchlich?

✓ Ja (z. B. wäre, hätte, ginge, käme) → einfache Form

✗ Nein oder ungebräuchlich → würde + Infinitiv

✗ Nein (regelmäßig / unbekannt) → würde + Infinitiv (immer korrekt)

Konjunktiv II – beide Optionen

Tippe ein Verb, um die Formen zu sehen.

Was dieses Werkzeug löst

Du hast „er ginge" im Lehrbuch gesehen, aber im Satz lieber „er würde gehen" geschrieben – und fragst dich: Was ist der Unterschied?

Es gibt zwei Wege, Konjunktiv II zu bilden:

  • Einfache historische Form (z. B. ich ginge, du gingest) – aus dem Präteritum-Stamm + Umlaut + Endung. Klingt gehoben, ist stilistisch markiert.
  • würde + Infinitiv (z. B. ich würde gehen) – Umschreibung mit dem Hilfsverb werden. Funktioniert für alle Verben, klingt neutral.

Das Tool zeigt dir nicht nur die Tabelle, sondern welche Form wann die bessere Wahl ist – mit Begründung.

Faustregel: Bei Verben, deren Präteritum-Stamm mit Umlaut gebildet wird (ging, kam, sah), ist die historische Konjunktiv-II-Form vorzuziehen, weil die würde-Umschreibung zwar korrekt, aber umständlich klingt. Bei Verben ohne Umlaut (machte, lernte, arbeitete) wäre die einfache Form identisch mit dem Präteritum – also muss man würde sagen.

Bei sein, haben, werden sind die einfachen Formen (wäre, hätte, würde) so häufig, dass sie immer bevorzugt werden.

So benutzt du es

  1. Konjunktiv II: Gib den Infinitiv ein. Das Tool zeigt die würde + Infinitiv-Tabelle (immer korrekt) und – wenn das Verb in der Datenbank ist – die historische einfache Form daneben, plus eine Empfehlung, welche Form stilistisch besser passt.
  2. Indirekte Rede: Tippe die direkte Rede (in Anführungszeichen oder ohne) und den berichtenden Satz. Das Tool bildet die indirekte Rede mit Konjunktiv I (3. Pers. Sg.) und schaltet automatisch auf Konjunktiv II um, wenn die KOI-Form mit dem Indikativ zusammenfällt. Pronomen-Wechsel (ich → er, du → ich) wird versucht zu erkennen.
  3. Stammformen: Gib ein Verb ein und erhalte die 4 Stammformen (ich-Form Präsens, er-Form Präsens, Präteritum er-Form, Partizip II) plus den daraus abgeleiteten Konjunktiv II – mit Marker, wo der Stamm-Vokal kommt.

Wie du Ergebnisse liest

Farb-Codierung

  • Rote Markierung = Stamm-Vokal-Wechsel (Umlaut). Hier wurde der Vokal gegenüber dem Infinitiv verändert.
  • Blau hinterlegt = bevorzugte / empfohlene Form in Standardsprache.
  • Grau / kursiv = alternative Form (korrekt, aber stilistisch markiert oder veraltet).

Status-Boxen

  • ✓ Empfohlen – stilistisch die beste Wahl im Standarddeutsch.
  • ⚠ Mit Vorbehalt – korrekt, aber in manchen Kontexten altertümlich oder mehrdeutig.
  • ✗ Nicht empfohlen – formal falsch, zweideutig oder ungebräuchlich.

Limitationen

Häufige Fragen

Wann nehme ich „würde + Infinitiv" und wann die einfache Form?

Die Faustregel: nimm die einfache Form, wenn sie existiert und vom Präteritum unterscheidbar ist. Bei sein, haben, werden, gehen, kommen, sehen, fahren, lassen, wissen, tun und ähnlichen Verben ist die einfache Form stilistisch besser. Bei allen regelmäßigen Verben ohne Umlaut im Präteritum muss du würde sagen, weil die historische Form identisch mit dem Präteritum wäre.

Warum fällt Konjunktiv I auf Konjunktiv II zurück?

Bei der indirekten Rede steht das Verb in der 3. Person Singular: „er sage, er habe, er komme". Wenn der Infinitiv-Stamm dem Indikativ-Stamm entspricht (bei Verben ohne Stamm-Vokal-Wechsel), wäre die KOI-Form identisch mit dem normalen Präsens – der Leser könnte nicht unterscheiden, ob indirekte oder direkte Rede gemeint ist. Also weicht man auf Konjunktiv II aus, der immer erkennbar ist.

Was bedeutet „historische Form"?

Die einfache Konjunktiv-II-Form ist ein Erbteil der germanischen starken Verben (Ablaut-Reihe). Sie wird gebildet, indem man den Präteritum-Stamm nimmt, einen Umlaut addiert (falls möglich) und die KII-Endungen anhängt: ich ginge, du gingest, er ginge, wir gingen, ihr ginget, sie gingen. Endung ist also -e, -est, -e, -en, -et, -en.

Brauche ich Konjunktiv II in der gesprochenen Sprache?

Konjunktiv II erscheint vor allem in zwei Gründen: höfliche Bitten („Könnten Sie mir helfen?" statt „Können Sie…?") und irreale Wünsche/Konditionalsätze („Ich würde gerne mitkommen.", „Wenn ich Zeit hätte, würde ich kommen."). In der gesprochenen Sprache nimmt man meist die würde + Infinitiv-Umschreibung, weil sie einfacher ist und in allen Kontexten funktioniert.

Was ist mit „wäre" und „hätte"?

Diese beiden Formen sind so häufig, dass sie fast wie eigene Verben wirken: „Ich wäre gern mitgekommen.", „Ich hätte das nicht gemacht.". Sie sind immer die bevorzugte Form, nie „würde sein" oder „würde haben".

Funktioniert das Tool auch für reflexive Verben?

Bei der Konjunktiv-II-Tabelle ja: „Ich würde mich freuen." Bei der indirekten Rede nur eingeschränkt: das Reflexivpronomen muss manuell angepasst werden („Ich freue mich." → „Er sagt, er freue sich."). Das Tool versucht das, markiert aber unsichere Fälle.

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